Am heutigen Donnerstag verbrachten die Kinder der 2f und 3b wieder viel Zeit mit dem Pflanzensuchspiel. Flockenblumen, Oregano, Wegwarte, Färbekamille und Co.wurden dabei wieder genauer betrachtet sowie deren tierische Besucher entdeckt. Sommerzeit ist Blütezeit der Wilden Möhre: ein schöner Doldenblütler und Elternteil der bestens bekannten Speisemöhre. Hier entdeckten die Kinder den Bienenkäfer, auch bekannt als Immenwolf. Ein hübscher Käfer mit zweifelhaften Ruf. Dessen Larven leben räuberisch und ernähren sich v.a. von (Wild-) Bienenlarven und Eiern.
Viele Marienkäfer wurden gesichtet, da verwundert es nicht, dass wir kaum Blattläuse haben! Es ist erstaunlich, wieviel Zeit Kinder beim Beobachten von Schnecken verbringen können..
Um dem Wind und der Trockenheit zu trotzen beginnen wir jetzt, auch die Blumenbeete zu mulchen. Ein Gemisch aus Rindenhächsel und Rasenschnitt wird um die Pflanzen herum verteilt. Der Boden wird bedeckt, hält die Feuchtigkeit länger und ist vor Erosion geschützt. Außerdem werden Bodenlebewesen gefördert, Win-Win für alle!
Die Kinder freuten sich außerdem über reife Stachelbeeren, knabberten am Schnittlauch, kümmerten sich um Beete und Neupflanzungen/Aussaten und setzten erneut Brennesseljauche an.
Rohe Zucchini ist übrigens Geschmackssache, wie wir festgestellt haben!
In der Pause wurden viele tote Hummeln auf dem Schulhof gesammelt. Tatsächlich wurde das sommerliche Hummelsterben lange erforscht. Zurückzuführen ist es auf fehlende Nektarquellen. Die Linden sind in ihrer eher späten Blütezeit die letzten großen Quellen, sodass Hummeln vor allem dort noch ein Mal Nahrung finden. In der Landschaft und in vielen Gärten wird auf heimische, nektarreiche Pflanzen verzichtet, somit können keine Alternative angeboten werden, sodass die Hummeln im Hochsommer regelmäßig verhungern.
(Wo kommen all die toten Hummeln her?)
Gehen wir also mit gutem Beispiel voran und nehmen bei der Pflanzenauswahl Rücksicht auf unsere kleinen, pelzigen Freunde.












